ELIJAH

Eat Ripe Fruit
Release:
29.08.2014
Label:
ONE CAMP
Format:
CD
Article No.:
OC-003
Format:
LP
Article No.:
OC-001
Nach dem riesen Erfolg seines Debuts „Beweg Di“, Konzerten auf hunderten von Bühnen dieser Welt und der Auszeichnung als „bester Newcomer Europas“ an den European Reggae Contest, meldet sich Elia Salomon alias Elijah nun zurück. Sein Zweitling „Eat Ripe Fruit“ erscheint am 29.08.2014 und wurde musikalisch von der Speerspitze des jamaikanischen Roots Reggae unterstützt, den Raging Fyah. Zusammen haben sie einen grossen Teil des Albums, im legendären Tuff Gong Studio von Bob Marley, live eingespielt. Zusammen mit dem Grammy-nominierten Produzent Russell Hergert übernahm Elijah die Federführung in der Produktion. „Eat Ripe Fruit“ zeigt Elijahs Werdegang von einem jungen Schweizer Mundart Künstler zu einem Sänger, Songwriter und Produzent der sich auf vielfältige Art und Weise ausdrückt: Sei es durch seinen Gesang, die Instrumente oder wenn er zwischen Schweizerdeutsch, Patois, Spanisch und Französisch hin und her wechselt als sei es eine Sprache. Dabei bleibt Elijah aber stets auch den Wurzeln des Roots Reggae verhaftet: So klingt das Album organisch und lebendig, manchmal aber auch dreckig und roh. „Wer säht, der kann auch ernten“, sagte ihm einst sein Grossvater. Diese Worte nahm sich Elijah zu Herzen. Nachdem sich seine Band "The Dubby Conquerors" aufgelöst hatte, war er musikalisch wieder auf sich alleine gestellt. Die Not machte er zur Tugend und Griff wieder zu seiner Gitarre. Elijah bezeichnet dies rückblickend als wichtigen Wendepunkt in der Entstehungsgeschichte des Albums: „die zahlreichen Songs, die ich während dieser Zeit mit der Gitarre geschrieben hatte, waren sozusagen der Samen des Albums“. Zusammen mit dem Grammy-nominierten Produzent Russell Hergert übernahm er nun auch die Federführung in der Produktion. Musikalisch unterstützt wurde er von der Speerspitze des jamaikanischen Roots Reggae: Raging Fyah eine junge Band aus Kingston, zu welcher er einen guten Kontakt pflegt. Zusammen haben sie einen grossen Teil des Albums, im legendären Tuff Gong Studio von Bob Marley live eingespielt. Sie lieferten auch den Nährboden, dass Songs wie „Power To The People“, „Granit Dub“ und „Zeig dis Gsicht“ tiefe Wurzeln schlagen konnten. In „Zeig Dis Gsicht“ macht Elijah klar, dass er den Weg seiner Bestimmung geht: „Z’lang händs mit welle glaube ich heb kein Grund zum singe / z’lang händs mi welle is system inezwinge / zunere bildete Nation wännds ois bringe / en bildete idiot wer sini wahrheit nöd cha finde“ und beschreibt den Konsumwahn seiner Heimat als hindernd in der eigenen Entwicklung: „sie versueched en Baum ines Bluemebeet inezwinge“. Die Metapher des Baumes zieht sich durchs ganze Album: "Do Good In Life" zum Beispiel thematisiert das Leben und den täglichen Kampf ums Überleben von Elijahs Freund Tiga: „Me love di fresh Mango out of Tiga yard he has e a lof of love to give though his life is hard“ Zusammen haben sie vor drei Jahren in Gambia einen Mango Baum gepflanzt, der nun Früchte trägt. Diese Geschichte inspirierte ihn auch zum Album Titel, dass er von einem afrikanischen Sprichtwort ableitete: „‚A Patient man will eat ripe fruit’ beschrieb genau den Prozess in dem ich drin war“ sagt Elijah „Ich liebe Früchte genau wie Musik und beide sind am besten zu geniessen wenn sie reif sind“. Das Album nimmt uns mit auf seine Reisen: In „Love Is In Danger“ besingt er zusammen mit den Senegalesischen Rapper Big Zay & Baye Basse die senegalesische Kultur der Gastfreundlichkeit und Nächstenliebe. In "Gun Cry" lässt Elijah dann vor allem die jamaikanische Sängerin Terry Lynn zu Wort kommen, die die Kriminalität auf den Strassen Kingstons und den hohen Blutzoll beklagt. "The weather's kind of sunny but it's dark some nights / the youth aint got no money so it's guns in place", fasst sie die Problematik mit drohend ansteigender Stimme zusammen. Ob all der globalen Themen vergisst Elijah aber nicht, auch vor seiner eigenen Türe zu kehren: "Eui Liste" ist die Kritik an einer Überwachungsgesellschaft, wie sie einst Orwell prophezeit hatte, "Wänd Ois Nüm" rechnet mit der scheinheiligen Ausländerpolitik gewisser Kreise ab. "Granit" schliesslich, dreht sich um das grosse Ganze: Kapital, Profit und die Gier hiessiger Konzerne, welche er wie zu Zeiten der Hofmusiker und Oligarchen, verschlüsselt beim Namen nennt. Mit "Eat Ripe Fruit" ist Elijah also nicht nur internationaler, sondern auch politischer geworden. Dies jedoch eher im Stile eines kritischen und auch mal emotionalen Kommentators als eines abgebrühten Politikers. Auf Stücken wie „Aellei“, "Deeper" oder "Love Season" wird auch der Liebe in melodiöser Art und Weise genügend Platz eingeräumt:“It’s just like the time when the cold breeze a blow, teardrops start fall and they turn into snow, can’t you see, the seed that we sow, look how the flowers just a show“ zeigen, die Entwicklung zu einem gereiften, mehrsprachigen Songwriter. Weiter liefert das Album die Erkenntnis, dass Elijah zwar seinen Yard verlassen hat, darin aber immer noch etwas anbaut: An dem Track mit dem Titel "S'Gras Muess Cho" dürften insbesondere die auf Livekonzerten nicht zu knapp vertretenen Freunde eines bestimmten markant riechenden Krauts ihre helle Freude haben. „Eat Ripe Fruit“ zeigt Elijahs Werdegang von einem jungen Schweizer Mundart Künstler zu einem Sänger, Songwriter und Produzent der sich auf vielfältige Art und Weise ausdrückt: Sei es durch seinen Gesang, die Gitarre und Querflöte oder wenn er zwischen Schweizerdeutsch, Patois (dem jamaikanischen Kreolisch), Spanisch und Französisch hin und her wechselt als sei es eine Sprache. Dabei bleibt Elijah aber stets auch den Wurzeln des Roots Reggae verhaftet: So klingt das Album organisch und lebendig, manchmal aber auch dreckig und roh. Das Werk erscheint auf Elijahs Label One Camp als CD, Download und Doppel-Vinyl mit 3 Special-Songs und digitalem Download Code.